Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement – mehr als Arbeitsschutz und Betriebssport

Die Theorie

Vor dem Hintergrund arbeitspsychologischer, empirisch abgesicherter Forschungsergebnisse gilt als gesundheitsfördernd,
  • dass Menschen Klarheit über Ziele, Strukturen und Prozesse haben und verstehen, welche Anforderungen an sie gestellt werden (Verstehbarkeit),
  • dass sie sich im Rahmen leistungsfördernder Bedingungen und Spielräume als Einzelne und im Team diesen Anforderungen gewachsen fühlen und Herausforderungen aus eigener Kraft handhaben können (Handhabbarkeit) und
  • dass ihnen die Ziele, die Herausforderungen und der angestrebte Erfolg bedeutsam, sinnvoll und identifikationsstiftend erscheinen (Bedeutsamkeit).

Die Praxis

Aus diesem von Aaron Antonowsky entwickelten Ansatz, der Salutogenese, lassen sich pragmatische Anregungen und Konsequenzen für betriebliche Gesundheitsförderung ableiten:
  • Information und Kommunikation – institutionalisiert, verbindlich, umfassend und transparent,
  • Qualifizierung durch systematische und gezielte Aus- und Weiterbildung,
  • Personalentwicklung, die Ressourcen stärkt und Menschen Perspektiven bietet,
  • Begründung von Entscheidungen, Sinngebung und Orientierung im Rahmen einer überzeugend gelebten wertebasierten Unternehmens- und Führungskultur,
  • Führungskräfte, die diesen Anspruch im alltäglichen wertschätzenden Dialog mit ihren Mitarbeitern umsetzen,
  • eine Arbeitsorganisation, die Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse über die Gestaltung ihres Arbeitsalltags einbindet.
In Kombination mit konkreten Gesundheitsfördermaßnahmen, z. B. Kursangebote zur Stressbewältigung und Entspannung, Sportangebote, Ergonomie am Arbeitsplatz etc., sowie Beratung und Coaching zur individuellen Gesundheitsprävention sind dies die wichtigsten Stellschrauben für betriebliches Gesundheitsmanagement. Ich unterstütze Organisationen beim Aufbau eines entsprechenden Systems, passend zu ihren Strukturen, ihrer Historie und ihrer Kultur.